Von Roland Scheumeister
VfB Krieschow – FSV Luckenwalde 2:1 (1:1)
VfB: Pflug (19. Mellack) – Gerstmann, Knechtel, Grimm, Fuchs – Pahlow (90.+1 Raak) – Seibt (69. Michalski), Zurawsky, Felgenträger – Pereira Rodrigues (90.+2 Jeschke) – Hebler.
FSV: Tittel – Jannene, Albrecht, Böhmert – Flath (62. Gruber), Vierling, Schleinitz (82. Bruns) – Mattmüller, Jacobi (62. Schneider), Gollnack (90.+1 Kolenda) – Kühn.
Tore: 1:0 (36.) Hebler, 1:1 (45.+2) Jannene, 2:1 (90.) Knechtel.
Schiedsrichter: Riemer (Eisenhüttenstadt).
Zuschauer: 1.096.
Der VfB Krieschow hat sich in einem echten Pokalfight mit 2:1 gegen den favorisierten FSV Luckenwalde durchgesetzt und steht damit zum zweiten Mal im Landespokal-Finale! Doch dieser Sieg war nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch von tragischen Momenten geprägt.
Das Spiel begann intensiv und umkämpft, mit vielen langen Bällen und wenigen klaren Torchancen. Bereits in der ersten Halbzeit musste der VfB einen schweren Rückschlag hinnehmen: Stammtorhüter Fritz Pflug verletzte sich schwer und musste mit Verdacht auf einen Achillessehnenriss ins Krankenhaus gebracht werden. Für ihn kam Sebastian Mellack ins Spiel, der seine Sache bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der Oberligaelf hervorragend machte.
Dann schlug die Stunde von Kapitän Andy Hebler: Nach einem unnötigen Foul an der Strafraumgrenze verwandelte er den fälligen Freistoß in gewohnter „Super-Andy-Manier“ – gefühlvoll über die Mauer hinweg zur 1:0-Führung. Kurz vor der Pause musste der VfB dann aber doch den Ausgleich hinnehmen: FSV-Verteidiger Rachid Jannene traf per Kopfball zum 1:1.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel hart umkämpft. Beide Teams hatten Chancen, doch das Glück lag am Ende auf Krieschower Seite. In der 90. Minute brachte Abwehrchef Philipp Knechtel den Ball mit einem weiten Schlag aus der eigenen Hälfte in Richtung FSV-Tor. Gästekeeper Kevin Tittel konnte den Ball zwar fangen, fiel dabei aber unglücklich hinter die Linie – der Linienrichter bestätigte sofort das Tor.
In der neunminütigen Nachspielzeit verteidigte der VfB leidenschaftlich gegen den drückenden Regionalligisten und rettete die knappe Führung über die Zeit.
Nach dem Spiel zeigte sich FSV-Trainer Michael Braune enttäuscht, aber fair:
„Wir hatten unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Der VfB hat mit großer Leidenschaft verteidigt und verdient gewonnen. Für uns hat das Pokalaus immerhin den Vorteil, dass wir uns jetzt voll auf den Klassenerhalt konzentrieren können.“
Auch VfB-Coach Robert Koch zeigte Mitgefühl für die verletzten Spieler:
„Es ist nur Fußball – es gibt Wichtigeres. Dennoch bin ich unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben das Finale erreicht, und das mit purer Leidenschaft! Mein großer Dank gilt auch unseren Helfern, die diesen Tag zu einem echten Fußballfest gemacht haben.“
Das große Finale findet am 24. Mai in Neuruppin gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf statt – der VfB ist bereit für den letzten großen Schritt!

















































